Wer von den Auwäldern der Donau erzählt, kann ins Schwärmen geraten: Sie seien der Dschungel Europas, mit ihrer Artenvielfalt die heimischen „Regenwälder“ oder auch eine „Arche Noah“ für Hunderte von bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Die Auwälder können auch den Menschen schützen: Bei Hochwasser saugen sie sich voll wie Schwämme. Nur sich selbst schützen können sie nicht: Die „Juwelen der Donau“ sind bedroht. „Es gibt in Deutschland nur noch wenige große zusammenhängende Auwälder. Die wenigen entlang der Donau sind also besonders wertvoll“, so Brickwedde. Deshalb fördert die Stiftung ein Projekt des Bayerischen Landesbunds für Vogelschutz (LBV) mit rund 90.000 Euro.
Nähe Regensburg: Der Rainer-Wald soll gesichert und erweitert werden
Den Lebensraum Natur nehmen einige Jugendliche heutzutage kaum noch wahr. „Dass Computer und Fernsehen bei einigen Jugendlichen die reale Welt nahezu völlig ersetzen, ist kritisch zu sehen“, so Pater Karl Geißinger vom Zentrum für Umwelt und Kultur Benediktbeuern (ZUK). Gerade in Familien aus sozial schwachen Schichten und gerade bei Jungen sei dieser Trend festzustellen. Jetzt will das ZUK den Jugendlichen das echte Leben und die Natur wieder schmackhaft machen. Das Projekt, das unter anderem Umweltbildner, Sozialpädagogen und Jugendpsychologen an einen Tisch bringt, wird von der DBU mit 50.000 Euro gefördert.
Naturerfahrungswochen für sozial auffällige und straffällig gewordene Jugendliche
Einen nachhaltigen Ansatz verfolgt auch die DBU-Förderinitiative zur umweltgerechten Ver- und Entsorgung von Berg- und Schutzhütten. Mit insgesamt rund drei Millionen Euro hilft die DBU dabei, dass die Nutzung der Hütten die Umwelt nicht belastet. Beispiel Bergwachtbereitschaft Penzberg: Sie versorgt ihre Diensthütte am Rabenkopf zwischen Benediktbeuern und Kochel auf 1.300 Metern Höhe umweltgerecht mit Wasser und Energie und kann zugleich Abwasser schonend entsorgen. Hierfür arbeitet die Bergwachtbereitschaft, deren Hütte rund 500 Übernachtungen im Jahr verzeichnet, mit wissenschaftlichen Einrichtungen zusammen. Die DBU förderte die Planung und Umsetzung des Projekts mit 100.000 Euro. Im jüngsten Schritt wurde eine neue Photovoltaikanlage (PV-Anlage) installiert und der sogenannte Rottetunnel erweitert, in dem fäkale Abfälle biologisch zersetzt werden.
Diensthütte mittlerweile auch Ort der Umweltbildung und Vorbild für andere Berghütten
Die DBU ist eine der größten Stiftungen Deutschlands, in Sachen Umwelt die größte der Welt. Die Stiftung vergibt jährlich den mit 500.000 Euro dotierten Deutschen Umweltpreis, der zugleich der höchstdotierte Umweltpreis Europas ist.