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Sternberg. Heimischen Laubbaumarten unter die Arme greifen und Naturwälder von morgen entwickeln – das hat das DBU Naturerbe, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), auf der DBU-Naturerbefläche Kaarzer Holz vor. „Dafür wird ein Forstunternehmen in verschiedenen Waldbeständen Kiefern, Lärchen und Fichten fällen – eine Naturschutzmaßnahme, die auf den ersten Blick nicht so wirken mag. Doch jeder so freigestellte Laubbaum verbessert die Chance, dass junge Buchen, Eichen oder Birken nachwachsen“, erklärt Susanne Belting, Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe. 
Buchen und Eichen brauchen Licht und Raum
In dieser Woche beginnen weitere Waldentwicklungsmaßnahmen auf der DBU-Naturerbefläche Kaarzer Holz etwa 20 Kilometer östlich von Schwerin: Ein beauftragtes Forstunternehmen wird mithilfe von schweren Maschinen Holz einschlagen. „Wir wollen die vorherrschenden Nadelholzbestände auflockern, damit die Laubbäume mehr Licht bekommen und sich ihr Anteil erhöht. So kann sich ein naturnaher Wald entwickeln, den wir nach und nach sich selbst überlassen“ erklärt Revierleiter Ulrich Dohle vom Bundesforstbetrieb Trave. Im Auftrag des DBU Naturerbes betreut er die Fläche vor Ort. In verschiedenen Waldbereichen finden derzeit bis voraussichtlich Ende Februar Maßnahmen statt, bei denen vor allem Kiefern, Lärchen und Fichten eingeschlagen, an die Forstwege gebracht und dort gestapelt werden. Um Spaziergängerinnen und Spaziergänger nicht zu gefährden, werden die betroffenen Wege für die Zeit der Holzfällarbeiten abgesperrt. Außerhalb dieser Waldstücke können Besucher gewohnt spazieren gehen. Waldwege, die durch die Maschinen belastet werden, werden im Anschluss wieder in Stand gesetzt. 
Waldentwicklung für einen „Naturwald von morgen“ 
Die rund 2.700 Hektar große DBU-Naturerbefläche Kaarzer Holz wurde ehemals forstwirtschaftlich genutzt, bevor sie die Stiftungstochter ab 2013 vom Bund übernahm und dem Naturschutz widmete. Die Fläche ist zu 90 Prozent von einem unzerschnittenen Waldgebiet bedeckt. Über 670 Hektar sind schon jetzt so naturnah, strukturreich und von den Baumarten gut durchmischt, dass dort keine Waldentwicklungsmaßnahmen mehr nötig sind. „Den anderen Waldbereichen helfen wir für mehr Strukturvielfalt durch Waldarbeiten auf die Sprünge. So verkürzen wir die Zeiträume zur Entwicklung eines naturnahen Laubmischwaldes. In den kommenden 20 Jahren können voraussichtlich weitere 840 Hektar sich selbst überlassen werden“, erklärt Belting. Dazu gehört die behutsame Entnahme von nicht standortheimischen Arten wie Fichte, die Schaffung von kleinen Lichtinseln im Wald und die Regulierung der Wildbestände zur Förderung der Naturverjüngung. Damit flankiert das DBU Naturerbe ein Ziel der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt, indem fünf Prozent der deutschen Waldfläche einer natürlichen Entwicklung überlassen werden sollen. 
Totholz für lebendige Vielfalt 
Anders als in Wirtschaftswäldern wollen DBU Naturerbe und Bundesforst neben den heimischen Baumarten auch besonders knorrige und krumme Bäume schützen und freistellen. Sie bieten spezialisierten Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, die Totholz als Lebensraum brauchen, wertvollen Lebensraum. „Totholz ist Lebensgrundlage für Insekten, Pilze, Moose und Flechten und in Astlöchern und Nischen finden beispielsweise Vögel und andere Kleintiere ihre Bruthöhlen“, sagt Dohle.

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Übersicht

Titel

Wald mit grünen Kiefern und herbstlich gefärbten Laubbäumen

Beschreibung

Mehr Licht für Laubbäume: In Nadelholzbeständen entnimmt ein Forstunternehmen behutsam Kiefern, Lärchen und Fichten, damit junge Buchen, Eichen oder Birken nachwachsen und sich der Anteil an Laubbäumen erhöht. © Ulrich Dohle/Bundesforst

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