In der Brut- und Setzzeit Rücksicht auf Wildtiere nehmen

DBU Naturerbe bittet um Achtsamkeit beim Spaziergang
Rücksichtsvoll spazieren gehen: Nester von bodenbrütenden Vögeln sind auf den ersten Blick oft schwer zu erkennen.

Daaden. Von März bis August erstreckt sich die allgemeine Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit von Wildtieren – eine Phase, in der etwa Jungvögel schlüpfen und Rehkitze ihre ersten Laufversuche unternehmen. Susanne Belting, Fachliche Leiterin im DBU-Naturerbe, einer gemeinnützigen Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), bittet Besuchende auf der DBU-Naturerbefläche Stegskopf um Rücksicht: „Besonders in diesem sensiblen Lebensabschnitt benötigen die Jung- und Elterntiere Schutz und einen ungestörten Rückzugsort. Daher bitten wir Besucherinnen und Besucher, auch in den freigegebenen Teilbereichen der DBU-Naturerbefläche auf den ausgewiesenen Wegen zu bleiben und Hunde weiterhin angeleint zu halten.“

Während der allgemeinen Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit von Wildtieren ist es wichtig, die DBU-Naturerbefläche Stegskopf nur von ausgewiesenen Wegen zu erkunden. 

Schutz von störungssensiblen Wildtieren

Wenn Gäste auf den Flächen ihre Hunde anleinen, verhindere das nicht nur, dass diese Wildtieren nachstellen. „Viele Tierarten reagieren allein schon sehr sensibel auf die bloße Anwesenheit von Menschen und Hunden, selbst wenn diese sich ruhig verhalten“, erklärt Belting. Dies habe im schlimmsten Fall zur Folge, dass etwa störungsempfindliche Elterntiere ihr Revier oder sogar Brutvögel ihr Gelege aufgeben. „Das betrifft vor allem am Boden brütende Vögel wie die gefährdeten Arten Baumpieper und Feldlerche. Deren Nistplätze sind auf den ersten Blick kaum zu entdecken“, warnt Belting. Umso wichtiger sei daher die ganzjährige Leinenpflicht für Hunde sowie das Wegegebot. So würden Bodennester nicht beschädigt und Störungen vermieden. Ein weiterer Aspekt: Auf der Naturerbefläche wachsen teils seltene Pflanzen, die abseits der Wege zertreten würden.

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