Zusammen für die Klima- und Energiebildung – Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und Russland entwickeln Lernmodule

Projekt aus der internationalen Förderung

Projekt KooKIE 31259 © A. Hofmeister
Tagcloud zu AZ 31259 © Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Wie lassen sich fachlich anspruchsvolle Themen der Umweltbildung für den schulischen und außerschulischen Bereich über einen niedrigschwelligen Zugang lebensnah, alltagspraktisch und mit Spaß gestalten? Wie lernen Schülerinnen und Schüler, dass das eigene Handeln und die eigene Lebensführung entscheidend dazu beitragen, wie sich unsere künftigen Lebensbedingungen gestalten werden? Und wie lässt sich das für zwei Projektregionen in Niedersachsen und Kaliningrad (Russische Föderation) umsetzen? Um diese Fragen ging es in dem Projekt „Kooperative Klima- und Energiebildung (KooKiE) des Trägerverbund Burg Lenzen e.V. (Elbe) sowie weiterer Partner.

Gegenstand und Ziele des Projektes: Klima- und Energiebildung qualitativ steigern

Dazu wurden zum einen die Themenbereiche Energiegewinnung und Energieversorgung in verschiedenen Bildungsmodulen mit Fragen der Klimaentwicklung und des Klimaschutzes in Verbindung gebracht und mit Blick auf ökologische, soziale, politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen behandelt. Ein Fokus lag auch auf der Frage, welchen Einfluss Nahrungsmittelerzeugung und Ernährungsgewohnheiten auf Umwelt und Klima haben.

Ein weiteres Ziel war es, die Klima- und Energiebildung auf deutscher und russischer Seite durch Training von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren qualitativ zu steigern. Dazu wurden Schülerinnen und Schüler der oberen Klassenstufen, Lehramtsstudierende, Referendarinnen und Referendare aus beiden Ländern während verschiedener Seminare und Austausche zu „Junior-Multiplikatorinnen bzw.- -multiplikatoren“ qualifiziert. In einem nachfolgenden Multiplikatorworkshop zur Klima- und Energiebildung arbeiteten sie dann an der Weiterentwicklung und detaillierten Ausarbeitung der oben genannten Unterrichtsmodulen mit.

Innovation und Modellhaftigkeit des Projektes: Qualifizierung von Juniormultiplikatorinnen und -multiplikatoren

Die entwickelten Unterrichtseinheiten und -module wurden danach an den eigenen Schulkameradinnen und -kameraden erprobt und anschließend, basierend auf dieser ersten Erfahrung, überarbeitet und modifiziert. In Schul-AGs in beiden Ländern wird der Gedanke der Juniormultiplikatorinnen und -multiplikatoren weiter aktiv gelebt und das erworbene Wissen weitergeben.

Über die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Kernfragen des Klimaschutzes hinaus wurden die Teilnehmenden auch hinsichtlich der digitalen Aufbereitung der Projektergebnisse qualifiziert: Unter fachlicher Anleitung eines professionellen Filmemachers erarbeiteten sie eine Filmdokumentation, die aus verschiedenen Bausteinen während der Workshops und Seminare zusammengeschnitten wurde. Die Filmdokumentation und die erarbeiteten Unterrichtsbausteine dienen als Essenz der Projektarbeit zur Verbreitung der Projektergebnisse.

Besondere Aspekte des Projektes: Hohes Engagement und persönliches Interesse als Erfolgsfaktoren

Das Projekt brachte eine besondere Arbeitsintensität sowohl auf deutscher als auch auf russischer Seite mit sich, nicht zuletzt bedingt durch unterschiedliche formelle Hürden und Administration, verschiedene Schulsysteme oder eine fehlende gemeinsame Sprache (Englisch ist nicht überall nutzbar). Das hohe Engagement und das persönliche Interesse der Akteurinnen und Akteure führten jedoch zu einer positiven Eigendynamik im Projekt, die den hohen Arbeitsaufwand rechtfertigte und den Erfolg maßgeblich begründete.

Durch die Teilnahme von Schulen mit besonderen sprachlichen Schwerpunkten auf Russisch und Deutsch konnten die interkulturelle Kompetenz der Teilnehmenden vertieft und ein besseres Verständnis für die andere Seite entwickelt werden.

 

Förderthema: FT 1: Instrumente und Kompetenzen der Nachhaltigkeitsbewertung sowie Stärkung von Nachhaltigkeitsbewusstsein und -handeln

Projektdurchführung: Trägerverbund Burg Lenzen e.V. (Elbe), Deutschland

Kooperationspartner:

Wirkungsort: Kaliningrad (Oblast Kaliningrad, Russische Föderation) und Niedersachsen, Deutschland

Förderzeitraum: Dezember 2013 bis März 2016, Abschlusssbericht zum Download

Projektkosten: Gesamtvolumen: 219 287 Euro, Förderung durch DBU: 109 411 Euro

DBU-AZ: 31259


Stand: Juli 2021